Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Sambunigrin, Saponin, Sambucin, Cholin, Gerbstoffe, Säuren, Harz, Vitamin C.

Anwendungsgebiete:

Trigeminusneuralgie, Ischialgie, Rheuma.

Anwendung:

Es kommt der frische Pressaft der reifen Beeren zur Anwendung. 2 mal täglich 20 Gramm Saft plus die gleiche Menge Portwein mischen und trinken. Dies ist geradezu das Mittel der Wahl bei Neuralgien! Diese Therapie sollte über 2 Wochen durchgeführt werden.

Wirkungsweise:

Die Inhaltsstoffe bringen gereitzte Nerven und Gewebe wieder zu ihrer Normalfunktion.

Was die "Alten" dazu sagten:

Patienten, die über Nervenentzündungen klagen, sollten zur Holunderbeere Zuflucht nehmen, denn nichts hilft besser. Der Aufguß der getrockneten Blüten wirkt schweißtreibend. Zur Blutreinigung im Frühjahr zerschneidet man 6 Blätter ganz fein, kocht diese 10 Minuten und trinkt den Absud nüchtern vor dem Frühstück.

Der Wert im Mittelalter:

Die Wurtzeln in Wein gesotten und getruncken / treiben die Wassersucht gewaltig auß. Holunderblätter in Geissenunschlit geröst / und übergelet / stillen des Podagrams Schmerzen. Die noch grünen Blätter / gestossen / und auf grindige Haut gelet / heilen sehr.