Meerrettich (Cochlearia armoracia)

Inhaltsstoffe:

Senfölglykosid Sinigrin, organische Schwefelverbindungen, Vitamin C.

Anwendungsgebiete:

Äußerlich bei Rheuma, Hexenschuß, Bronchialerkrankungen.

Innerlich appetitanregend und harntreibend.

Wirkungsweise:

Sinigrin fördert die Verdauungssäfte und regt die Nieren zu vermehrter Tätigkeit an.

Äußerlich reizt es die Haut und verbessert damit die Durchblutung im Segment.

Was die "Alten" dazu sagten:

Die frisch geriebene Wurzel wird als Brei aufgelegt und wirkt gut bei Rheuma und Gicht. In Wein angesetzt und davon getrunken, regt die Verdauung an und beseitigt Brust- und Darmverschleimmung, treibt den Harn. In Schnaps angesetzt hilft sie gegen Sommersprossen und Leberflecken.

Der Wert im Mittelalter:

Der Saft von der Wurzel / ist gut für Geschwer in der Kehlen / gegurgelt. Meerrettich gessen / heilet die giftigen Biß / ohne Schaden. Meerrettichkraut in Wasser gesotten / Haarstrang dazu gethan / das Haupt damit gewaschen / oder wo einer kahl were / macht Haar wachsen. Meerrettichsaft einige Tag eingenommen / heilet die versehrte Lung.