Wermut (Absinth)

Inhaltsstoffe:

Ätherische Öle, Bitterstoffe, Aromen;

Anwendungsgebiete:

Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen, Blähungen und mangelnder Gallefuß (besonders nach Gallenblasenoperationen).

Anwendung:

Als Tee: 1 Teelöffel auf einen halben Liter Wasser / 1 Tasse eine ¼ Stunde vor dem Essen (sehr bitter!).
Als Wein (Wermutwein): 1 Eßlöffel ¼ Stunde vor dem Essen (nicht bei Lebererkrankungen!).

Wirkungsweise:

Die Inhaltsstoffe verstärken die Ausschüttung sämtlicher Verdauungssäfte.
Der Appetit wird angeregt und die Verdauungsleistung verbessert.

Was die "Alten" dazu sagten:

Wermut wird angewendet bei Magenschwäche, schlechter Verdauung, bösem Mundgeruch, versäuertem Magen, Gallensteinen, Gelbsucht, weißem Fluß, bei Nierenleiden, Wassersucht.

Äußerlich bei Hautkrankheiten, Bissen, Insektenstichen.
Bei Schlaflosigkeit hilft ein Säckchen mit Wermut unter dem Kopfkissen.

Der Wert im Mittelalter:

Wermutkraut oder Blumen / in Speiß und Tranck genüzt / bekomt wohl dem Magen / befördert die Dauung / erwärmet den Leib / stillet alle Schmerzen und treibet Gifft und Gall aus dem Menschen herauß. Das Kraut binde man sänfftiglich mit einem Tuche ums Haupt / das vertreibt das Weh / und macht ruhig schlafen.